Die Besten begleiten

Wettbewerb zur Auszeichnung ideeller Förderkonzepte im Rahmen des Deutschlandstipendiums


Die Stiftung Studienfonds OWL, die Goethe-Universität Frankfurt am Main und die Humboldt-Universität zu Berlin haben die besten ideellen Förderkonzepte für das Deutschlandstipendium. Sie wurden auf der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, der Hochschulrektorenkonferenz und dem Stifterverband durchgeführten Jahresveranstaltung zum Deutschlandstipendium in Berlin am 29. Mai 2013 als Gesamtsieger des Wettbewerbes "Die Besten begleiten" ausgezeichnet. Zur Weiterentwicklung der prämierten Formate erhielten die drei Sieger ein Preisgeld von jeweils 10.000 Euro.

  • Die Stiftung Studienfonds OWL konnte mit ihrem "innovativen regionalen Vernetzungskonzept" überzeugen, welche das "Potenzial der einzelnen Hochschulen im Bereich der ideellen Förderung effektiv bündelt", so die Wettbewerbsjury.
  • Die Goethe-Universität Frankfurt am Main begeisterte die Jury mit ihrem Fördermix aus "Projektarbeit in interdisziplinären Stipendiatengruppen, Mentoring, Lectures und weiteren Vernetzungsveranstaltungen".
  • Die Humboldt-Universität zu Berlin hat mit ihren Deutschlandstipendium-Themenklassen nach Ansicht der Jury ein ebenso originelles wie anspruchsvolles Format entwickelt und ermöglicht einen "echten Mehrwert für alle beteiligten Zielgruppen".


Details zu den ausgezeichneten Konzepten

Im Finale standen außerdem die FH Aachen, die TU Dresden, die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf sowie ein Hochschulkonsortium um die Jade Hochschule.

Volker Meyer-Guckel, stellvertretender Generalsekretär des Stifterverbandes, lobte in seiner Preisrede die zahlreichen guten und sehr guten Wettbewerbsbeiträge: "Gut ausgestaltete Deutschlandstipendien eröffnen jungen Menschen unbezahlbare Möglichkeiten: sich mit Gleichgesinnten auszutauschen, dabei auch frühzeitig Kontakte zu potenziellen Arbeitgebern zu knüpfen und über den Tellerrand des Fachstudiums hinauszublicken. Ideelle Förderkonzepte schaffen damit einen Mehrwert, der für Stipendiaten ebenso wichtig ist, wie die finanzielle Unterstützung." Er äußerte die Hoffnung, dass "diese Art der Förderung das Deutschlandstipendium künftig an allen Hochschulen begleitet".


Ausgangslage und Ziel des Wettbewerbs
Das Deutschlandstipendium hat in den letzten zwei Jahren vielerorts eine neue Stipendienkultur etabliert: Die Hochschulen haben im Jahr 2012 bundesweit knapp 14.000 Stipendien vergeben, die gemeinsam aus öffentlichen und privaten Mitteln finanziert werden. Damit hat sich die Anzahl der Deutschlandstipendien binnen eines Jahres um das Zweieinhalbfache erhöht. Der Beitrag von Unternehmen, Stiftungen und Privatpersonen für das Deutschlandstipendium lag allein 2012 bei über 13 Millionen Euro. Viele Stipendiatinnen und Stipendiaten profitieren zusätzlich von ideellen Fördermaßnahmen, etwa in Form von Workshops, Seminaren oder Mentoring-Programmen.

Mit diesem Wettbewerb hat der Stifterverband diese Entwicklung weiter befördert und die besten Beispiele für ideelle Fördermaßnahmen identifiziert. Bewertet wurden Konzepte und Formate der ideellen Förderung von Stipendiaten, beispielsweise in begleitenden Projekten, Seminaren, Workshops, Mentoring-Programmen oder Netzwerkveranstaltungen. Diese Konzepte mussten zumindest in Teilen schon praktisch umgesetzt worden sein. Es wurden sowohl hochschuleigene Programme als auch gemeinsam mit Förderern durchgeführte Angebote, wie zum Beispiel Vernetzungskonzepte, bewertet. Auf diese Weise hat der Wettbewerb innovativen Ideen und Beispielen guter Praxis ein Forum gegeben.

Die Mittel sollen zur Weiterentwicklung der ausgezeichneten Formate eingesetzt werden. Ausgezeichnet wurden Hochschulen für das beste und kreativste Umsetzungsmodell – unabhängig von der Zahl eingeworbener Deutschlandstipendien. Die vergebenen Preise sollten eine Bandbreite von Hochschulen unterschiedlicher Art und Größe sowie deren individuelle Ausgangsbedingungen berücksichtigen.

Die Mitglieder der Jury

  • Braun, Dr. Gerhard F.
    Vizepräsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände
  • Glinka, Thomas
    Studierender
  • Göbbels-Dreyling, Brigitte
    Stellvertretende Generalsekretärin der Hochschulrektorenkonferenz
  • Jungeblodt, Stefan
    Regierungsdirektor des Ministeriums für Wissenschaft und Kultur des Landes Niedersachsen
  • Krause, Florian
    Studierender
  • Krull, Dr. Wilhelm
    Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen
  • Rau, Franziska
    Studierende


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