Das Deutschlandstipendium mitgestalten

10. Oktober 2012 - Berlin

Workshop für Förderunternehmen des Deutschlandstipendiums


Auf der Veranstaltung hat der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft Förderunternehmen nach ihren bisherigen Erfahrungen mit dem Deutschlandstipendium befragt. Förderer erhielten Gelegenheit zur vertieften Diskussion von bestehenden Gestaltungsmöglichkeiten und weiterführenden Wünschen, insbesondere aus dem Bereich des Kontaktes zu den Stipendiaten und der ideellen Förderung.


Programm des Workshops


11.00 Uhr
Begrüßung durch Dr. Volker Meyer-Guckel, stellv. Generalsekretär des Stifterverbandes, sowie durch Dr. Rahel Stefanie Stegemann-Boehl, Ministerialrätin im Bundesministerium für Bildung und Forschung


11.15 Uhr
Roundtable-Gespräch sowie Vorstellung von Beteiligungsmöglichkeiten
In Form eines Roundtable-Gespräches erhielten Förderer die Möglichkeit zur Diskussion sowie einer Bewertung des Stipendienprogramms. Präsentation durch Dr. Alexander Tiefenbacher, Projektleiter Servicezentrum Deutschlandstipendium, zu Gestaltungsstrategien für eine gewinnbringende Teilnahme am Deutschlandstipendium aus Unternehmenssicht sowie Darstellung von Best Practices aus dem Bereich der ideellen Förderung.


12.30 Uhr
Mittagspause und Möglichkeit zum persönlichen Austausch


13.00 Uhr
Diskussion von Best Practices
Dargestellte Best Practices wurden vertieft diskutiert und einzelne Formate einer ideellen Förderung auf die individuelle Situation und Herangehensweise von Förderern bezogen.


14.00 Uhr
Ende der Veranstaltung



Präsentation (Deckblatt)Präsentation zum Workshop

Themen u.a.: Gestaltungsmöglichkeiten
für Förderer | Ideelle Förderung:
Kontakt zu den Stipendiaten | Best
Practices Förderunternehmen

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Zentrale Ergebnisse des Workshops


Motivation der Unternehmen
  • Förderer verwenden das Deutschlandstipendium oft auch als ein Instrument zur Personalgewinnung und wünschen sich einen direkten Kontakt zu den Stipendiaten. Häufig konnten auf diese Weise bereits Praktika oder Werksstudententätigkeiten vermittelt werden.
  • Förderung von Studierenden aus einer bestimmten Fachrichtung für viele Unternehmen sehr wichtig ebenso wie eine beratende Funktion bei der Auswahl.
  • Nachwuchsgewinnung als wichtiges, aber nicht alleiniges Motiv. Übernahme von gesellschaftlicher Verantwortung ebenfalls relevant
  • Formate einer ideellen Förderung (zum Beispiel Workshops, Seminare, Mentoring) für die meisten Förderer von hoher Wichtigkeit
  • Enger Bezug zur eigenen Region bzw. zum Standort, den dort ansässigen Hochschulen und dem gesellschaftlichen Umfeld sehr bedeutsam


Ideelle Förderung
  • Das Thema ideelle Förderung wurde von allen Workshopteilnehmern als wertvolle Mitgestaltungsmöglichkeit genannt. Diese Förderweise hat insbesondere in letzter Zeit stark an Bedeutung gewonnen. Häufig gibt es auch eine explizite Nachfrage von Stipendiaten zu den diesbezüglichen Angeboten von Unternehmen.
  • Verbreitete Formate einer ideellen Förderung können beispielsweise Firmen- und Werksbesichtigungen, Seminare und Workshops (zum Beispiel zum Thema Präsentationstechnik und Bewerbungstraining), Vorträge und Diskussionsrunden (zum Beispiel Unternehmergespräche), Exkursionen und Netzwerkveranstaltungen (zum Beispiel in Museen und zu sportlichen Aktivitäten), die Bereitstellung eines persönlichen Ansprechpartners und Mentoringprogramme sowie die Bearbeitung von Arbeitsprojekten durch Stipendiaten sein.
  • Viele Unternehmen verfügen bereits über eigene Formate, manche führen diese auch in Kooperation mit der jeweiligen Hochschule durch.

Angebote der Hochschulen:
  • Oftmals machen Unternehmen von dem Angebot der Hochschulen gebrauch, sich an ideellen Förderprogrammen zu beteiligen. Dies gilt für kleine und mittlere Unternehmen sowie für Großunternehmen gleichermaßen.
  • Als erfolgreiche Anbieter auf Hochschulebene wurden beispielsweise der Studienfonds OWL, das Programm der Goethe-Universität Frankfurt sowie das Mentoring-Programm der Hochschule Niederrhein identifiziert. Förderunternehmen werden hier häufig in die Aktivitäten der Hochschulen mit eingebunden.

Angebote der Unternehmen:
  • Zahlreiche Unternehmen integrieren ihre Stipendiaten in eigene Förder- und Bindungsprgramme (zum Beispiel "Allianz Keep Connected" und "BASF European Talent Pool").
  • Besonders beliebte Formate sind die jährliche Einladung in die Firmenzentrale, zu Vorträgen und Führungen sowie zu Praxisworkshops und die Aufnahme in Online-Netzwerke.
  • Manche Firmen bieten auch ein eigenes Mentoring-Programm an, bei dem Stipendiaten einen Paten oder Mentor als persönlichen Ansprechpartner erhalten. Diese sind auch bei der Suche nach geeigneten Praktika und Abschlussarbeiten behilflich.
  • Besondere Beachtung fand das Format, Gruppen von Stipendiaten kleinere Arbeitsprojekte mit Praxisbezug oder gesellschaftlicher Relevanz behandeln zu lassen.


Wünsche zur Programmverbesserung
  • Viele Förderer würden bei der Auswahl der Stipendiaten gerne bestmöglich eingebunden werden. Günstig wäre, wenn die Hochschulen ein erstes Kennenlerngespräch zwischen dem Förderer und potenziellen Stipendiaten vor der finalen Auswahl durch die Hochschule ermöglichen könnten. Des Weiteren wäre eine vertiefte Kommunikation zwischen Hochschule und Unternehmen für das individuelle "Matching" zwischen ausgewählten Stipendiaten und dem Förderer wünschenswert.
  • Möglichkeit des Kontaktes zu den Stipendiaten sollte nachhaltiger gestaltet werden. Häufig dauert die Förderbeziehung nur ein Jahr, dann erhält bereits ein neuer Stipendiat die Förderung. Auf diese Weise kann nur schwerlich eine langfristige Beziehung entstehen.
  • Gut wäre, wenn man als Unternehmen Angebote für alle Deutschlandstipendiaten an einer Hochschule auf einer Art Plattform bereitstellen könnte, zu denen sich interessierte Teilnehmer anmelden können.
  • Förderer würden sich über eine bessere kommunikative Verbreitung des Stipendienprogramms freuen. Denkbar sind hier beispielsweise die Einbindung weiterer Testimonials aus den Gruppen der Unternehmen und Stipendiaten sowie zusätzliche flankierende Aktivitäten des Stifterverbandes sowie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.
  • Wünschenswert ist, wenn sich insgesamt noch mehr Studierende um ein Deutschlandstipendium bewerben würden, auch um eine hohe Bewerberqualität in unterschiedlichen Fachrichtungen gewährleisten zu können.
  • Die Resonanz unter den Stipendiaten auf die unterschiedlichen ideellen Förderprogramme ist gut. Die positiven Äußerungen der Stipendiaten sollten noch besser kommuniziert werden.


 


Downloads

Dokumentation

Programm und zentrale Ergebnisse des Workshops

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Präsentation zum Workshop

Folien von
Dr. Alexander
Tiefenbacher

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